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029_2022. Demolage, Demontage und täglich grüßt das Murmeltier

  • Autorenbild: GM
    GM
  • 7. Juli 2022
  • 7 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 12. Juli 2022

08.07.2022, Freitag Treppe

Gehe die Stufen runter. Knie zickt. So doll ist er jetzt auch nicht, wenn ich jedes zweite mal mit Folgen raus gehe. Nöööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööö öööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööö

Ups!

Mein Daumenballen mausert sich zum Sprachrohr meiner Seele. Das war jetzt keine Absicht.

Es ist auch nicht wahr.

Um wirklich, wirklich, wirklich hinter Zusammenhänge zu kommen, bedarf es unfassbar viel Zeit. Wer hat die schon. Wer nimmt die sich. Wer hat schon den Fokus. Aber, es wäre vermutlich der gesündeste aller Gedanken, dächte ich so.

Wenn ich denken könnte, dächte ich unter Umständen so.

Weil er für mich gar nicht so gut ist. Weil ich Salz bin und er sich mit Backen auskennt.

Weil ich - noch, lol - Östrogen und Progesteron bin, er sich mit Testosteron auskennt.

Weil ich Absprung bin und er sich mit Ursprung auskennt.

Weil ich eben kein Profi bin.

Weil Körper aktuell ohnehin jeden Tag mit neuen, witzigen Ideen um die Ecke kommt.

Weil, diese Gettos sind ihm noch unbekannt. Er mag in seinem Leben schon weiter gereist sein als ich je werde, der junge Kerl. Mit seinen Scheinwerfern. Tiefer vorgedrungen ist er nicht.

Wenn ich denken könnte.

Wenn ich könnte, wäre es gesünder, so zu denken.

Mir einen Blechtopf grüne Farbe, einen ganz dicken Pinsel - grins - zu kaufen, die Sturmhaube tief über den Zahn der Zeit zu ziehen und auf Samtpfoten vor ihn zu schleichen. An seinem rechten Geheimeck anzusetzen, ganz oben. Einmal quer über seinen - verzeiht - Pinsel zu seinem grrrrrrrschnurrrrr sexy linken Knie und hoch zum linken Scheinwerfer einen dicken, grünen Haken zu setzen.


Wenn ich denken könnte.

Dummerweise setzt das leider nach wie vor jedes mal aus, wenn ich ihm eine Sekunde zu lang ins Gesicht sehe.

Und 'blind'... bin ich doch eh. Man sieht ja wo das hinführt. Die Haken landen Gott weiß wo. An ihm jedenfalls nicht. Ich kenn mich. Ich und n Pinsel. Da mal ich mir nur noch was schönes draus.

Hm. Was soll ich sagen?!

Seufz.

Doch noch 'ne Kackfrucht kaufen.

...

Und keinen Termin mehr machen.



Hm.

Seufz.

Wer soll mir das glauben.




Die Tasten klacken so soundig.

...




eieddiasefeneuea asdfaserue n ueueh nd asefaseraer



...

Zeit totschlagen.




Tick tack tick ... manchmal fehlt mir der analoge Sound eines feinen, kleinen Uhrwerks.

...




Neben mir liegt eine Postkarte.


Nur wenn du das LEBEN wagst, ERLEBST du es auch.

- Autor unbekannt -


Tut er gut dran.


Der Autor.


Ungekannt zu bleiben. So ein Rhabarberblabla das.

dse8E§8r3w3be8 asdfee8 eafd ee4e asdf sdaee

...

Selbst, wenn ich wagen würde. Rein hypothetisch. Soll ich hingehen und sagen: "Du, sag maaaaaaa. Gibt's grad wen in deinem Leben? Sonst würd ich gern probieren, ob' ich's gebacken bekomm, dir emotional und körperlich näher zu kommen ohne, dass ich je versuchen werde, dich aufzuhalten. Ich weiß ja, ich bin viel zu alt für dich. Und du signalisierst ja auch deutlich genug, dass du keinerlei Ambitionen hast. Tut mir ja auch leid, mein Hirn tritt manchmal bissl arg auf's Gas. Ich hab das grad nicht im Griff. Aber eigentlich bin ich nicht so."

Aber & eigentlich. Die Profis unter der Satzdemolage. Selbstdeinstallation de luxe.

Bullshit.

Fakt ist: Ich bin nicht, ich war nie, ich werde nie die Frau für Poligevögel und 'Wir haben uns alle lieb' sein. Wenn mir jemand näher kommt, dann, weil ich ihn in mein Herz gelassen habe. Diese Grätsche zwischen Körper und Seele hat schon einmal nicht funktioniert. Das war schlimmer als türkischer Basar. Ich habe meine Werte, meine Seele, meinen Körper, meinen Charakter, ich habe mich selbst verramscht dabei. Nein, das wiederholen wir nicht!

... sagte sie und glaubte sich kein Wort.

Wobei ich nicht mal glaube, dass das ein Ramschbasar werden würde. Mit ihm. *Ja natüüüüüüüürlich nicht, Kind...* Selbstbetrug nur her zu mir. Wenn Wollen will, dann will es. Augenroll. Ich bin schon wieder auf dem besten Wege, die WEG aufzulösen. "Körper, Geist und Seele bitte in Raum 213. Sie haben Scheidungstermin!"

Seufz.

Alles was gesund war an meinem Menschenverstand scheint mir das sinkende Schiff frühzeitig verlassen zu haben.

Alles möglich, so wie ich mich aktuell benehme.


Ist ja auch völlig egal.

Weil, wir sind immer noch nicht auf dem Basar und auch nicht bei 'Wünsch dir was'. Gesünder wäre es auf Dauer vermutlich, mir bei jedem schmerzhaften Schritt einzureden: So doll ist er gar nicht - so doll ist er gar nicht - so .... Einer von tausenden, die dir zufällig über den Weg laufen. Eine Funktion. Eine Funktion. Eine Funktion. Mathe 5. Du kannst nicht mit Funktion. Und Funktionen taugen weder als Poli noch als Mono. Zucker hin oder her. Schon gar nicht, wenn sie süß sind.

... Pffffffffffffff - Augenverdreh - Das sind schon wieder fünf Minuten zu viel, die meine Gedanken durch den Grand Canyon in meinem Hirn dümpeln.

Dumm nur, wenn überall Trigger lauern. Staubmauern, die jedes Umfließen unmöglich zu machen scheinen.

Was Trigger sind? Ach... such dir ein paar aus. Weiße Autos, die mir plötzlich so bekannt vorkommen und ich weiß nicht, warum.

Hipsterbärte noch und nöcher.

Rennräder. Ganz München Juppie rennradet ja zwischenzeitlich.

Rasierte Platten. Größen von einsneuzigplus.

Sportprofile.

Aber am meisten triggert der ironisch-süffisante Witz des Lebens.

So zum Beispiel Luca, my world best Schwimmcoachin. Luca, die sich köstlich amüsieren über meine geistigen Patzer. So wie er das gern - gebt mir einen Moment, ich muss mich sprachlich neu programmieren - getan hat. Sprache macht etwas mit deinen Gedanken. Er hat getan. Es ist vorbei. Wenn ich durchhalte. Schließlich ist er gar nicht so doll. Weiter: So, wie er sich gern amüsiert hat über meine geistigen Patzer. Diese Momente, die ich ihn am liebsten angegrinst und einmal ganz fest umarmt, gedrückt hätte. Diese kleinen Lausbubenmomente, die ihn so gnadenlos sympathisch gemacht haben. Wenn er zusah und genossen hat, wie ich the oposite tat von dem, was er mir angetragen hatte. Wenn er mich - mit einem Grinsen in der Stimme - dann sprachlich fein und kitzelnd spitz auf den Arm genommen hat. "Den anderen Rücken, bitte", mehr muss ich nicht sagen.


Wie soll ich nicht getriggert werden, wenn Luca mir beim Schwimmtraining gestern erklärt: "Nimm den Knochen in die Hände und wenn du einen Armzug machst, versuch zu gleiten und..." - sie macht die Seitdrehung vor - "... versuchst du, dich auf die Atmung zu konzentrieren". Wie soll ich nicht getriggert werden, wenn ich - vor lauter Schlotterkälte, nachlassender Konzentration und der Konzentration auf 'die Angst vor Kopf im Wasser' im Griff behalten - den Knochen zwischen die Knie klemme. Versuche, einen Arm gestreckt, zu gleiten. Wie soll ich nicht getriggert werden, wenn ich nach zwei Schlägen merke: Ähm, hier ist was gewaltig kaputt in der Ausführung! Wenn ich auftauche, in ein breites Grinsen sehe und mir schlagartig klar wird, dass ich soeben wieder einmal 'den anderen Rücken' bedient habe. Wie soll das nicht triggern, wenn ich mir,

"Mei!!" - ans Hirn lang -

"wenn ich natürlich..." - deut Knie, deut Knochen, Kopfschüttel, Hände mit Knochen präsent hochhalt...

"den Knochen zwischen die Knie klemm, wenn du Hände sagst..."

Sie mich angrinst: "Ich weiß..." - noch breiter grins - "... ich dacht, ich schau mal zu, wann du es merkst." Der Ton macht's. Und der Ton war er. Süffisant, amüsiert. Zugewandt.

Ja, wie soll ich da nicht wieder getriggert sein und nicht wieder an ihn denken.

Falsch. Korrigiere. Gedacht haben.


...humorvolle Art aber's Herz am rechten Fleck.... Man Kerl, nein! Es geht nicht drum, dass mein Herz für Motorräder schlägt. Es ging den Jungs drum, dass ich ziemlich spröde wirke, ziemlich schroff. Dass aber, wer sich bemüht, hinter meine Fassade erkennen könnte, was für ein wunderbarer Mensch sich dahinter verbirgt. Eine, die reichlich sexy und wild zu wirken scheint, eine die die große wilde Freiheit verspricht, dreckig und versaute Phantasien beflügelt wie es scheint und von der niemand je wissen wird, was davon seine Phantasie ist und was sie. Weil sie eben keine ist für eine. Kein Nacht. Keinen Tag. Und schon gar nicht für Schwänze, die vor ihren Männern davon laufen. Sondern eine, die es wirklich vollständig ehrlich meint, wenn sie einen Menschen ins Herz schließt. Eine, für die noch alte Werte wie Loyalität, Treue und Ehrlichkeit zählen. Eine, die nicht rausschreit und lacht, während sich ihre Finger hinter dem Rücken kreuzen. Sie haben es alle versucht. Sie haben alle ein paar derbe Sprüche vor den Latz bekommen die sie sich selbst nicht getraut hätten. Aber keiner hat die Trophäe jemals in Händen gehalten.

Das ist, was das Herz an den rechten Fleck setzt.


Nein, ich denke... ich muss lernen, dass es Menschen gibt, die zu allen warm, herzlich und offen sind. Ohne auch nur einen Funken mehr zu spüren als den menschlich zugewandten Kontakt zu einem Kunden. Ist er da, ist er da. Ist er weg, ist er raus. Ich denke, ich muss erkennen, dass es Menschen gibt, die ich nicht im Stande bin wirklich zu schauen. Möglicherweise, weil Wasser eben nicht mein Element ist.

Im Endeffekt nichts neues. Scheint, ich fühle mich hingezogen zu diesen eigenartigen, stillen Wesen, die im Strom stehen, im Schwarm sich bewegen. Lautlos dahingleiten und niemals wirklich zu greifen sind.



... Die Sonne brennt mir ins Gesicht. Pforzheim. Auf der Terrasse des geliebten Pater Browns. Fünf bin ich. Vielleicht sechs oder sieben. Schon damals, stehe ich stundenlang knietief im Goldfischbecken. Mit nicht endender Begeisterung und Faszination beobachte ich die riesen roten Schuppenwesen, spüre, wie sie um meine Beine streichen. Aber wehe, ich versuche meine Hand auszustrecken .Zack! Weg!


Interessant. Das wohl stabilste Muster meines Lebens.


Heiß hier draußen. Der Rechner kocht. Eigentlich wollte ich von ganz anderen Momenten schreiben.


Lass ihn hinter dir, Frau! Mehr gibt es dazu nicht mehr zu sagen. Ich bin nicht alt genug, um alles zu schaffen. Ich bin zu alt, um mein Herz länger an einen Mann zu hängen, der nicht einmal weiß, dass er nichts von mir will. Weil ich für ihn keine Frau, weil ich ein Mensch bin für ihn. Ein Kunde.


Steh auf und geh, Frau!

Du bist bis hier ohne gegangen und du wirst weiter ohne gehen.


Spröde und furztrocken:

Häng dich nicht auf an einer Prise Hormone. Denn mal ehrlich.

Mehr kennst du doch nicht von ihm.



Also,

Alte! Komm mal klar drauf, bäm!!!


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