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042_2022. Pfeiff auf's Fieber und komm nie wieder.

  • Autorenbild: GM
    GM
  • 20. Sept. 2022
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 21. Sept. 2022

Mittwoch, 21.09.2022, 20:40 Uhr Homebase. Dauerschleife.

Im Hintergrund läuft die neueste Instrumentalversion von Momente des Glücks. Mir ist grad irgendwie eher zum heulen.

Albern.

Aber ich bin so müde.

Ich bin einfach ausgesaugt.

Ich brauch Pause.

Pause vom # Stark sein.

Pause vom # Kämpfen um.

Pause vom # Immer wieder aufstehen.

Pause vom # Alltag.

Pause vom # Allein sein.

Pause vom # Es war deine Wahl, dein Weg. Pause vom Gedanken # Ich brauch Pause.


Ausgerechnet Pfeiffer'sches Drüsenfieber.

What a joke!!!! You funny life, you!!! Tritt vermehrt bei Menschen mit Beziehungsschwierigkeiten auf.

Ach ne, wa?! Schlechter Witz, Leben!

Eeeecht schlechter Witz!


Kann mich bitte einfach mal wEr in den Arm nehmen und nicht so schnell wieder loslassen?


Ich bin müde.

Ich bin

einfach

nur

müde.


Müde im Kopf.

Müde im Körper.

Müde im Herzen.


Müde,

müde zu sein.


Selbst die Träne, die mir über die Wange kullert, über meine Lippe, sich in meinen Mund schleicht. Sie schmeckt

müde.

Mir fehlt nicht nur Zink,

mir fehlt auch das Salz in der Suppe.


Was ich brauche, um auf die Beine zu kommen?

Fragst du mich jetzt, heute abends,

frag ich dich: *Wann? Jetzt im Moment?*

Sagst du: *Ja.*

Werde ich dir antworten:

*Einen Menschen*...


- gelogen -


*Den Mann,

der mich festhält,

die Nacht lang.

Jede Nacht.

Lang.*


Das Gefühl, geliebt zu werden,

weil ich bin.

Nicht,

weil ich so bin,

wie ich bin.


Das, was ich wirke, bröckelt. Mein Außen, meine Fassaden, meine Mauern. Scheint ich kann die Kosten nicht mehr tragen, sie laufend zu sanieren.


Kann mir bitte jemand versprechen, dass ich ganz bald wieder voll und ganz werde?

Ich bin es müde, schlapp zu sein.

Ich bin es müde, mich durch die Tage zu kämpfen.

Ich bin es müde, angesehen und behandelt zu werden als hätte ich einen an der Waffel.

Ich bin es müde, immer wieder nicht durchzuhalten.


Und ich bin es so unsäglich müde

immer wieder rum zu jammern.

Ich mag mich so nicht.


Rückhalt mag ich.

Rückhalt ist ein großer schillernder Trugschluss. Nicht, weil es ihn nicht gibt. Nein, weil du dich trotzdem - IMMER - selbst rausziehen musst. Aus jeder Scheiße. Und trotzdem: Ich geh seit nahezu zehn Jahren allein durch jede Scheiße, die auf meinem Weg wartet. Das kostet Kraft. Irgendwann ist der Sprit selbst im größten Tank alle. Ich weiß nicht, vielleicht hab ich die Tankstellen einfach nicht gesehen, oder, .. es gab eben keine. Nu is eben Tanknadel ZERO.

Okok, das ist nicht fair dem Fisch gegenüber. Er hat mich über Wasser gehalten kurz vor knapp. Und trotzdem bin ich halt auch in der Zeit alleine gegangen. Er war ein Fisch. Mit einem Fisch gehst du scheint immer irgendwie alleine.

Zwangsläufig. Lach.

....

Ein Fisch kann eben schlecht mit dir gehen.

Sprechen,? Auch nur bedingt.

...

Wenn du schwimmst und absäufst im Leben, dann allerdings kannst dir keinen besseren Weggefährten wünschen. Nur, das Wasser wieder zu verlassen, das musst du dir gut überlegen. Denn das wird dich wieder alleine machen.


So what! Kein Weg ohne Steine.

Kein Vorteil ohne Nachteil.

Kein Wenn ohne Aber.


Ich weiß,

ich weiß.

Ich bin

heute

einfach

nur müde.


Trotzdem,

wenn

nie

keiner

nicht

da ist

der abends auf mich wartet, dich

einfach

mal

fest in den Arm nimmt,

dich reden oder schweigen lässt,

dann

weiß ich

habe ich immer noch kein Recht herum zu jammern.

Aber

ich bin eben

einfach

nur

noch

müde.

Heute.

Jetzt.


Dabei war der Tag so wunderschön.

So fröhlich.

So kräftig.


Zu wissen, dass ich jetzt wieder für und gegen mich stark sein muss,

macht mich schwach.

Heute.

Jetzt.


Was mir

jetzt

hier

heute

Kraft gäbe?

Die Umarmung.

Der Arm, der mich auffängt, wenn mir für den Moment die Kraft ausgeht. Der Brustkorb, auf dem sich mein Kopf in den Schlaf wiegen kann.

Der Herzschlag, der mir in meinen Kopf hämmert


Du bist nicht allein.

Du bist wunderbar.

Du bist der Mensch

für mich.


Albern?

Sicher.

Selbstbetrug?

Sicher.


Jede Medizin ist zur Hälfte Glauben. Frage meinen Körper, was er braucht und er wird dir antworten:

Den Atem, den Herzschlag, die Wärme.


Das ist, was ich scheine.

Kühl, hart, autark.

Nicht gemacht, alleine durchs Leben zu gehen.

Das ist, was ich bin.


Albern? Sicher.


Ich mach weiter.

Eh klar.


Ich bin heute

nur

einfach

nur

müde.


Das wird

morgen

wieder anders sein.

Gut so.


Ich schalte die Repeat Taste aus. Ende für die Momente.

Ende für die Dauerschleife im Kopf.

Die Menüleiste meines Laptops meldet KÄLTEREKORD.


Na denn...

zwei Decken. Zwei Moorkissen.

Eine Hand auf den Stein.

Groß, rund wie ein Handball,

auf dem das Leben Platz genommen hat.

Den Stein, dort oben

auf der leeren Seite meines Bettes.


Morgen wird ein schöner Tag.

Ein schöner Tag,

wie heute.


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