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  • Autorenbild: GM
    GM
  • 3. Juli
  • 3 Min. Lesezeit

04.07.2025 xxx

Ich weiß nicht mehr, worüber ich schreiben soll. Hähnchen in der Sauna? Wen interessiert das. Ich schreibe nicht mehr für mich. Ich schreibe für "andere", wer auch immer das ist. Derdiedas andere. Ich bin es nicht mehr. Auch jetzt in diesem Moment, ich bin es nicht mehr.

Bin ich noch? Gefühlt habe ich mich gefunden in den letzten Jahren und wieder verloren. Ihn gibt es immer noch. Manchmal noch in meinem Leben, wenn ich es zulasse auch in meinem Kopf.

Soll ich darüber schreiben? Die schnulzigen Gefühlsduseleien einer Frau reifen Alters, die sich in einen vermutlich siebzehn Jahre jüngeren Fischkopp verliebt hat? Wohin soll das führen.

ER ist schon lange weiter gegangen in sein Leben. Sein Leben, das gefühlt, gerade erst beginnt.

Worüber soll ich schreiben?

Darüber, dass mir die Jahre durch die Finger rinnen, derweil ich darauf warte, das Leben zu beginnen? Darüber, dass ich ihn nicht vergessen kann? Dass keine Eigenbedarfsklage ihn aus meinem Herzen vertreiben kann? Darüber, dass ich seinen Humor vermisse, obwohl ich ihn nie wirklich kennen gelernt habe? ER sind Brocken und Bröckchen aus denen sich leichthin Luftschlösser bauen lassen.

Träume.

Träume sind nicht zum Leben da, sagt man.

Andere behaupten das Gegenteil.

Aber eigentlich ist das auch egal. Denn wir begegnen uns ja nicht einmal mehr in meinen Träumen. Keine Hände mehr, die sich auf meine legen. Keine Energie, keinen Körper, den ich eine Raumwelt neben mir so lebendig spüren konnte als säße er neben mir.

Ich habe es mir verboten und ich muss es weiter tun.

Worüber also soll ich schreiben?

Über Krieg? Über das Gefühl, dass alles Abschied, weniger und weg ist? Worüber sollte ich diesen Blog, den ohnehin niemand liest noch weiter füttern?

Mein Humor, meine Resilienz, meine innere Ruhe ist flöten.

Ich bin nicht mehr. Nicht mehr bei mir. Nicht im Vorwärts. Nicht im Vertrauen. Nicht auf mich, nicht auf das was kommt und schon gar nicht auf

die Liebe.

Vielleicht kann ich sie ja garnicht mehr. Die Liebe.

Vielleicht habe ich sie verloren. Das Gefühl. Die Empathie. Ich bin stumpf geworden. Fürchte ich.

Kein Spiegel, kein Gegengewicht, das mich fühlen lassen würde, ob in mir noch mehr lebt als Tag für Tag. Tagein, tagaus.

Bin ich depressiv? Nein, ich glaube nicht. Ich bin feig. Ausgebrannt. Nie erwachsen geworden.

Und fertig für heute.

Weil meine Schultern kalt werden, ich heute wieder einmal einen Tag krank war. Mein Rücken mir langsam Angst macht.

Weil es sinnlos ist zu schreiben, wenn Hohlraum Pixel produzieren.

Ich werde mich hinlegen.

Morgen ist auch ein Tag, ein Tag, an dem ich mich zusammenreißen werde, wieder einmal eine breite Schulter und Arme vermissen werde, die mich einfach mal halten bis ich aufgetankt habe.

Ich bin nicht gemacht dafür, keine liebevolle körperliche Nähe zu spüren. Seit über 13 Jahren.

Das ist nicht meine Bestimmung und ich nicht stumpf.

Ich bin nur zurückgekehrt und über weit über ihn hinaus geschossen ins Nichts des emotionsfreien Raumes meiner Kindheit.

Mir geht es gut. Keiner muss sich Sorgen machen, dass ich auf komische Gedanken kommen würde, aber sind wir doch mal ehrlich.

Das ist nicht mein Leben, das ist gerade meine Existenz. Und ich der Münchhausen, der sich seit Jahren selbst aus dem Sumpf zieht.

Need a hug!!!! A ganz a big hug!!!!!

Hug me!

Halt mich fest, wieg mich bis ich einschlafe in deinen Armen.

Eine Träne aufs "Papier".

Ich bin nicht tot. Nicht emotional.

In mir lebt es noch. Das Herz. Die Seele. Die Sehnsucht.

Mein Rücken schmerzt. Es macht mir Angst. Wie soll das weiter gehen. Ich bin erst knapp über 50.

Halt mich fest, wieg mich bis ich einschlafe.

In deinem Arm.

Einmal.

Ein Lächeln löst meine verspannten Lippen, ich atme. Ganz.

Morgen wird besser. Ich muss nur zur Ruhe kommen.

Im Kopf. Im Herzen.

Für heute

ist Schluss.

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