Zwischen Träumen und Wachen
- GM

- 11. Okt.
- 2 Min. Lesezeit
12.10.2025
Was niemals wahr wurde wird wahr in der Nacht. Was niemals gelebt wurde wird lebendig zwischen Träumen und Wachen.
Im Land dort gestern nachts durfte ich ihm noch einmal nah sein. Ohne Uhr. Ohne Auftrag. Ohne das Wissen im Nacken, Schlag Uhrzeit würden seine Hände meine Haut wieder verlassen. Ohne das Wissen, sie fanden stets nur zu mir, um einem - meinem - Körper zu helfen.
In diesem Land
dort
gestern Nacht
fanden zarte, weiche Fingerspitzen den Weg zu meiner Hand.
Wanderten Fingerspitzen zu Fingerspitzen. Verschränkten sich Fingerkuppen ineinander. Nahm ich jeden Millimeter seiner zarten, kühlen Haut in mein Fühlen. Durfte mein Daumen das vorsichtige Greifen zweier so unterschiedlicher Hände besiegeln und wahren.
Halten.
Halten.
Immer noch halten, bis die Angst vor dem Erwachen, die Angst vor der Wahrheit im Nichts zwischen Träumen und Wachen verschwand.
Durften meine Fingerspitzem seine wärmen.
Verschwand seine Hand nicht, als meine Finger ängstlich den Weg suchten. Sich mehr und mehr mit seinen sich verbanden.
Nur hier, in der Welt zwischen "Nicht mehr" und "Noch nicht" durfte der Traum leben. Jede Faser meiner Haut seine jungen, feinen Hände, sein Leben spüren. Durfte meine Seele atmen.
Durfte loslassen, als auch seine Hand endgültig den Weg in das Verschmelzen suchte.
Er hielt mich gegen all mein Wissen so leibhaftig, lang, ruhig und wahr bis
ja
bis dieser tiefe, meine Wunsch
für den Hauch einer Ewigkeit
zu meiner gelebten Wahrheit werden konnte.
Auch diesen Moment ihn zu erleben kann mir niemand mehr nehmen.
Diesen Moment, der es mir nicht leichter machen wird, ihn heute Nacht nicht wieder in meine dunkle Nacht zu wünschen. Wissend, dass er irgendwo dort draußen neben einer, seiner liegt. In der Welt dort draußen die Menschen Wahrheit nennen.
Wann hört das auf!
Hört das auf meine Realität zu sein.
Werde wahr,
du,
mein Traum
oder
Traum
du,
meine Realität.
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